Kurzfahrten machen Dieseln zu schaffen
Der ADAC hat die Motorenöle von Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltersystemen überprüft. Jedes 2. der getesten Autos wies demnach eine Ölverdünnung von mehr als zehn Prozent. Die Fahrzeuge mit höherer Öllaufleistung hatten sogar eine Verdünnung von mehr als 15 Prozent, die Maximalverdünnung lag gar bei bis zu 25 Prozent.
Auch auf längeren Strecken mit höheren Öltemperaturen konnte die Extraportion Kraftstoff, die zur automatischen Reinigung des Rußfilters verwendet wird, nicht wieder vollständig abgebaut werden.
Bei einer zu starken Ölverdünnung kann es zu frühzeitigen Verschleißerscheinungen kommen. Verdünnungen bis zu 10 Prozent werden dabei meist noch als unkritisch eingestuft.
Der ADAC fordert von den Fahrzeugherstellern, das Regenerationsverfahren der Partikelfilter weiterzuentwickeln. So soll die Verkürzung des Ölwechsel-Intervalls bei Kurzstreckenbetrieb zukünftig vermieden werden. Außerdem sollten Werkstätten preiswertere attraktivere Angebote für Ölwechsel machen.

