Opel-Mitarbeiter werden mit Versprechen gelockt
GM verspricht den Opel-Mitarbeitern eine Menge. Falls GM Zusagen für Investitionen nicht einhält, winken den Opel-Mitarbeitern hohe Zahlungen – bis zu 1 Milliarde Euro werden für General Motors fällig, wenn der Konzern seine Versprechen nicht halten kann.
Aus einem internen Papier geht hervor, dass sich GM verpflichtet hat, zwischen 2011 und 2014 für jedes Jahr, in dem die Konzernführung ihre Zusagen nicht einhält, 265 Millionen Euro zu zahlen.
Auch die bereits vereinbarten Stellenstreichung will GM den Mitarbeitern so schmackhaft wie möglich machen. Die Beispielrechnung: Ein 50-Jähriger mit 24 Jahren Betriebszugehörigkeit und einem Monatsgehalt von 3.000 Euro kann mit einer Abfindung in Höhe von 100.000 Euro rechnen. So will GM 1.800 der 5.000 Stellen streichen. Außerdem werden diejenige, die den Konzern verlassen, ab September in einer Transfergesellschaft weiterqualifiziert, damit sie möglichst schnell einen neuen Job finden können.
Trotz dieser Versprechen ist der Opel-Betriebsratchef in Bochum, Rainer Einenkel, mit dem GM-Angebot nicht zufrieden. Da es in den früheren Jahren höhere Abfindungen gegeben hätte, habe man sich “deutlich mehr gewünscht”.

