Prämie für Elektroautos: Wichtige Details im Überblick

Foto: © Picture-Factory / Fotolia.com

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Bis Ende 2016 wurden in Deutschland rund 55.500 Elektroautos und Plug-in Hybride zugelassen. Das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, bis 2020 mindestens eine Million der umweltfreundlichen Fahrzeuge auf die Straße zu bringen, scheint da noch in weiter Ferne. Die Kaufprämie von bis zu 4000 Euro soll da die Nachfrage ankurbeln. Bislang wird diese aber noch selten nachgefragt – schätzungsweise 5000 Anträge wurden bis Ende 2016 gestellt.

Nicht alle Autos werden gefördert

Eine Kaufprämie kann nur beantragt werden, wenn der Wert des Neuwagens inklusive des Zuschusses bei maximal 60.000 Euro liegt. Die Höchstsumme von 4000 Euro wird dabei ausschließlich für reine Elektroautos bezahlt. Bei einem Plug-In Hybridauto sing die Förderungssumme auf 3000 Euro. Die Art der Finanzierung spielt hingegen keine Rolle. Ob Ratenzahlung, Barzahlung oder ein Kredit – die Förderung ist für alle Modelle gleich hoch. Angesichts des vergleichsweise hohen Anschaffungspreises ist der Kredit zurzeit eine geeignete Finanzierungsmöglichkeit. Der Gedanke: Die Steuerersparnisse übersteigen die Mehrkosten für die Zinstilgung deutlich und ein Elektroauto ist zugleich eine, im Vergleich zu einem Neuwagen, längerfristige Wertanlage. Selbst wenn Erspartes oder Bargeld zur Verfügung steht, kann der Kauf über eine Finanzierung in manchen Fällen kostengünstiger sein, meinen die Experten. Wer diesen Weg bevorzugt, kann einen Autokredit bei Smava für sein Fahrzeug aufnehmen.

Wo wird die Kaufprämie beantragt?

Wie bereits bei der Abwrackprämie müssen die Anträge an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle BAFA gestellt werden. Für eine einfache Bearbeitung hat die Behörde eine entsprechende Webseite geschaltet, auf der ein Käufer seinen Antrag online einreicht. Schriftliche Anfragen sind nicht möglich. Neben Privatpersonen sind auch Organisationen wie Stiftungen, Körperschaften, Vereine oder kommerzielle Unternehmen antragsberechtigt. Wichtig ist, dass die Erstzulassung nach dem 18. Mai 2016 erfolgte.

Folgende Unterlagen werden benötigt

Die Prämie wird jeweils zur Hälfte von dem Staat und dem Hersteller getragen. Aus diesem Grund wird sie nur dann erteilt, wenn der Händler auf der Rechnung bereits den entsprechenden Betrag des Herstellers – 2000 Euro bei einem Elektro- und 1500 Euro bei einem Hybridauto – von der Nettokaufsumme abgezogen hat. Neben der Rechnung muss auch ein Zulassungsnachweis auf den Namen des Käufers eingereicht werden. Das geschieht durch den Fahrzeugbrief und -schein. Alle Unterlagen können gemeinsam mit dem Antrag hochgeladen oder nachträglich eingereicht werden. Die Frist dafür beträgt einen Monat.

Die Steuerbefreiung wurde verdoppelt

Ursprünglich sollten Elektroautos für fünf Jahre von der KFZ-Steuer befreit werden. Am 22. September 2016 wurde diese Zeitspanne auf zehn Jahre verdoppelt. Die Befreiung gilt auch rückwirkend vom 1. Januar 2016 an. Zusätzlich sollen für rund 300 Millionen Euro insgesamt 15.000 neue Ladestellen an zentralen Stellen des Verkehrsnetzes der Bundesrepublik entstehen.

Die Anzahl der Förderungen ist limitiert

Begrenzt wird die Anzahl zwar nicht durch die Menge der Neuzulassungen, aber durch die Höhe des Budgets. Für die Kaufprämie stehen insgesamt – ohne Verwaltungs- und Personalkosten – 1,2 Milliarden Euro in einem Zeitraum bis zum 30. Juni 2019 zur Verfügung. Ist der Etat erschöpft, wird die Förderung eingestellt. Experten gehen davon aus, dass die Summe je nach Kaufpreis der Neuwagen für schätzungsweise 300.000 bis 400.000 Autos ausreichen wird.