Was ist beim Kauf von Winterrädern zu beachten?

Steht die kalte Jahreszeit vor der Tür, sind Winterräder in der Regel unverzichtbar. Schließlich bieten sie mehr Sicherheit auf Eis, Schnee und Matsch. Da es eine große Auswahl an Modellen und Herstellern gibt, sind beim Kauf der Winterreifen grundsätzlich einige Dinge zu beachten, die im folgenden Artikel erläutert werden.

Bildquelle: Karin & Uwe Annas / © Fotolia.de

Von wann bis wann sind Winterreifen notwendig?

Grundsätzlich ist in der Straßenverkehrsordnung (StVO) kein fester Zeitraum vorgeschrieben, in welchem Winterreifen aufgezogen werden müssen. Als Anhaltspunkt gilt jedoch die sogenannte „O-bis-O-Regel“, nach welcher die Winterreifen von Oktober bis Ostern auf dem Auto bleiben sollten. Die StVO sieht vor, dass die Verwendung von Winterreifen dann Pflicht ist, wenn „winterliche Wetterverhältnisse“ wie Schneematsch oder Glatteis herrschen. Wer seine Reifen nicht wechseln möchte, kann sich alternativ auch für Ganzjahresreifen entscheiden.

Was ist bei der Qualität und hinsichtlich der Hersteller zu beachten?

Grundsätzlich gilt, dass Qualität natürlich mehr kostet. Wer günstige Winterreifen kauft, muss diese automatisch auch öfter kaufen, da die Abnutzung des Materials in der Regel schneller vonstatten geht. Bekannte und bewährte Hersteller sind beispielsweise Michelin, Dunlop, Continental oder Goodyear. Zwar kosten die Winterreifen bei diesen Herstellern mehr, dennoch zeichnen sie sich durch eine erstklassige Qualität aus und die Abnutzung erfolgt nicht so schnell wie bei günstigeren Rädern. Achtung: Einige große Hersteller produzieren gute Qualitätsreifen auch unter anderen Namen, die ein hervorragender preislicher Kompromiss sind!

Wie gut sind gebrauchte Reifen und wie alt dürfen sie maximal sein?

Wer im Online-Handel oder beim lokalen Reifenhändler ein Schnäppchen machen möchte, sollte sich in erster Linie gut über das Alter der Reifen informieren. Selbst wenn die Reifen unbenutzt waren, verlieren sie mit jedem Jahr Qualität. Sind Reifen sechs Jahre oder älter, sollten sie nicht mehr verwendet werden, da dann durch die Materialermüdung größere Mängel entstehen können, die mit bloßem Auge allerdings nicht immer zu sehen sind. Die DOT-Nummer hinter der Reifengröße hilft dabei, den exakten Produktionsmonat des Reifens ausfindig machen zu können. Idealerweise stammen die Winterreifen entweder aus der aktuellen Produktion oder aus dem vergangenen Jahr. Werden stark abgenutzte Winterreifen aufgezogen, kann es schnell gefährlich werden. Je niedriger die Profiltiefe ist, desto schlechter kann der Reifen Schnee und Wasser ableiten. Winterreifen sollten nicht mehr genutzt werden, wenn die Profiltiefe 2 Millimeter erreicht oder unterschritten hat. Der ADAC ist da etwas strenger und rät davon ab, Reifen mit einer Profiltiefe unter vier Millimetern zu nutzen. Für die eigene Sicherheit sollte Reifen also spätestens gewechselt werden, wenn die vier Millimeter erreicht sind.

Die richtige Lagerung

Bevor die Winterreifen eingelagert werden, sollte der Luftdruck um 0,5 Bar im Vergleich zur Angabe des Herstellers erhöht werden. Hilfreich ist außerdem eine Kennzeichnung der Bereifung wie beispielsweise VL für ‚vorne links‘. Im Idealfall sollten die Reifen gestapelt in trockenen, dunklen und kühlen Räumen gelagert werden. Einige Werkstätten bieten gegen eine geringe Gebühr eine kostenlose Einlagerung an.